Öffnungszeiten:
Werktags für Gruppen ab 20 Personen
a 2,50 € oder für Mindesteintritt
von
25,-- €, nach Voranmeldung.
Führung durch Fürst zu Hohenlohe-Waldenburg
selbst
(ca. 1 ¼ Stunden, 50,-- €]
Geschichte:
Die einstige Burg, von Zwingermauern und
Gräben umgeben, von einem 1576 auf staufischen Resten erbauten Bergfried
überragt, erfuhr Mitte des 16. Jahrhunderts eine umfassende Umgestaltung,
von der fast nichts erhalten geblieben ist. Die barocken Flügelbauten
von 1735 und die Schloßkirche von 1791 (jetzt kath. Pfarrkirche St.
Michael) erlitten zum Ende des Zweiten Weltkrieges schwere Kriegsschäden,
sind aber wieder aufgebaut. Seit 1971 werden im Erdgeschoß des Torflügels
etwa 800 der schönsten Siegel aus den Beständen der von Dr. h.
c. Friedrich Karl Fürst zu Hohenlohe-Waldenburg (1814-1884) stammenden
Sammlung ausgestellt. Der Fürst gilt als der Begründer der wissenschaftlichen
Sphagistik (Siegelkunde).
Präsentation:
Der Besucher findet wichtige Darstellungen
zur Geschichte des Urkundensiegels. Eine eigene Abteilung bilden die Kaiser-
und Königssiegel, darunter Gemmensiegel der Karolinger, Porträt-
und Thronsiegel der Salier und Hohenstaufer, kaiserliche Hofgerichtssiegel
sowie beidseitig ausgearbeitete Münzsiegel.
Aber auch Abgüsse von Siegeln der
Würdenträger des Reiches, der Geistlichkeit und der geistlichen
Ritterorden werden gezeigt. Im „Unteren Archiv", einem gewölbten Raum
mit Wandmalereien (16. Jahrhundert), hat das Münzkabinett mit galvanoplastischen
Reproduktionen hohenlohischer Münzen und Medaillen des Hauses Hohenlohe
seinen Platz erhalten. Acht, auch für Kinder gedachte Zinnfiguren-Dioramen
mit Szenen aus dem Leben wichtiger Siegelherren des Hauses Hohenlohe und
grafische Schautafeln bereichern die Sammlungen.
Die Sammlungen sind nun in einem Gebäude
vor dem Schloß, "Im Holzstall", zu besichtigen.
Erwerbbar sind ein Museumsführer,
naturgetreue Nachbildungen von Siegeln, Postkarten und Schrifttum.
Quellen: Stadtverwaltung
Waldenburg; Prospekt.