Öffnungszeiten:
Informationszentrum:
1. Mai bis 30. September, täglich
11.00 bis 16.00 Uhr.
Klosterkirche:
8.00 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit
und Treppenhaus täglich.
Führungen:
Neue Abtei (heute Bildungshaus)
ab mindestens ab 10 Personen. 1. April bis 31. Oktober täglich
11.00, 14.00 und 16.00 Uhr; 1. November bis 31. März täglich
11.00 und 14.00 Uhr.
Anmeldung: Telefon 0 79 43 / 8 94-0.
Klosterkirche, Kreuzgang mit Grablege
Götz von Berlichingen.
Anmeldung unbedingt erforderlich (ohne
Anmeldung keine Führung möglich):
Telefon 0 79 43 / 24 06;
Fax 0 79 43 / 84 12.
Geschichte:
Mitte des 12. Jahrhunderts kamen Mönche
aus Maulbronn und gründeten die Zisterzienserabtei Kloster Schöntal.
Die erste urkundliche Erwähnung fällt in das Jahr 1157 und ist
zugleich die Bestätigung der Gründung durch den Kaiser.
Ihr heutiges Aussehen verdankt die barocke
Anlage dem bekannten Abt Benedikt Knittel, unter dessen Regentschaft das
Kloster fast 50 Jahre - von 1683-1732 - stand. Baumeister der geschlossenen
Anlage war Johann Leonhard Dientzenhofer. Nach der Säkularisation
1803 fiel das Kloster in den Besitz des württembergischen Königs
und ging später an das Land Baden-Württemberg über. Die
ehemalige sogenannte Neue Abtei wurde evangelisch theologisches Seminar
der Württembergischen Landeskirche bis zur Auflösung 1975. Im
Zuge einer generellen Sanierung der Anlage und Restaurierung der Innenräume
wurde die Neue Abtei 1979 als Bildungshaus der Diözese Rottenburg-Stuttgart
eingeweiht.
Präsentation:
Sehens- und besuchenswert die kath. Pfarrkirche
St. Maria, deren eindrucksvoll gestaltete Barockfassade eingerahmt wird
von den beiden beherrschenden Türmen. Im Langhaus Alabasteraltäre,
die zu den Höhepunkten deutscher Bildhauerkunst des 17. Jahrhunderts
zählen, ferner Statuen der Stifter, Grabdenkmäler für Konrad
(1446) und Anna, geb. Hohenlohe, von Weinsberg (1437) und farbenprächtige
Deckenfresken.
Hinter einem geschmiedetem Gitter der
Hochaltar von Joh. Mich. Fischer (Dillingen, 1773) und im Kirchenschiff
Rokoko-Altäre. Südlich der Kirche Kreuzgang mit Grablege der
Herren von Berlichingen (Grabstein Götz von Berlichingen, 1562), verbunden
mit Neuer Abtei, ein Werk Dientzenhofers. Darin berühmtes Treppenhaus
(1743/46), eine glanzvolle architektonische Leistung, und der Ordenssaal.
Zum Klosterbereich gehören außer Tortürmen die Torkapelle
St. Kilian mit Rosette (1310), heute ev. Gemeindekirche, sowie die Alte
Abtei (Renaissance, 1617-27), der Offiziantenbau, der Familiarenbau sowie
außerhalb die Kreuzberg-Kapelle, ein Oktogon über einer Gruftkapelle.
Klosterkirche: barocke Kirche mit
seltenen Alabasteraltären des 17. Jahrhunderts.
Neue Abtei: Rokoko-Treppenhaus,
Kreuzgang mit Grabsteinen der Herren von Berlichingen, darunter Götz-Epitaph;
Ordenssaal mit Wandbildern aller Ordenstrachten, Abtswohnung.
Alte Abtei: Informationszentrum
mit Dauerausstellung.
Heiliggrabkapelle auf dem Kreuzberg.
Marienwallfahrtskirche Neusaß:
Landschaftlich reizvolle Lage mit Fischweihern und kleiner Brunnengrotte,
Vesperbild um 1470/80 im seltenen Jugendstilschrein von 1906.
Quellen: Gemeindeverwaltung
Schöntal; Prospekt.