Öffnungszeiten:
Das Gelände der Gedenkstätte
ist frei zugänglich. Der Waggon mit der Informationsschau ist an Wochenenden
und Feiertagen sowie nach vorheriger Vereinbarung geöffnet.
Monatliche öffentliche
Führungen sowie Führungen nach telefonischer Vereinbarung.
Geschichte:
Von Mai 1944 bis Anfang April
1945 waren an diesem Ort 800–900 Häftlinge, fast ausnahmslos polnische
Juden, zusammengepfercht. Ihre Hauptaufgabe lag in der Instandhaltung des
Hessentaler Fliegerhorstes. Auch bei
gewerblichen und landwirtschaftlichen
Betrieben der Umgebung sowie bei der Stadt Schwäbisch Hall waren sie
eingesetzt. Mehr als dreihundert Menschen fielen Hunger, Krankheiten und
Ermordungen durch die Wachmannschaften im Lager, von denen mindestens 182
Hessentaler KZ-Häftlinge in Massengräbern auf dem jüdischen
Friedhof in Steinbach begraben sind. Auf dem Evakuierungsmarsch Anfang
April 1945 nach Dachau-Allach, dem „Hessentaler Todesmarsch“, kamen etwa
150 Menschen ums Leben.
Seit April 2001 erinnert
eine Gedenkstätte an die Geschichte des KZ-Außenlagers Hessental.
Träger der Einrichtung:
Stadt Schwäbisch Hall.
Initiative KZ-Gedenkstätte-Hessental
e.V.
Präsentation:
Die Ausdehnung des Lagers
wird durch eingeschotterte Barckengrundflächen dokumentiert. Mehrere
Texttafeln informieren über die Lagergeschichte. Den zentralen Bestandteil
der Gedenkstätte bildet ein originaler Güterwaggon aus den Jahren
1930-1940. Er beherbergt ein Ausstellung zum "Hessentaler Todesmarsch"
und eine mobile Audio/Video-Anlage.
Publikationen:
Michael S. Koziol: Rüstung,
Krieg und Sklaverei. Der Fliegerhorst Schwäbisch Hall-Hessental und
das Konzentrationslager. Eine Dokumentation. 2. überarb. Aufl., Sigmaringen
1989.
Initiative KZ-Gedenkstätte
Hessental e.V. (Hg.): KZ-Gedenkstätte Schwäbisch Hall Hessental.
Schwäbisch Hall 2001.
Quellen: Stadtverwaltung,
Prospekt.