Öffnungszeiten:
April bis Oktober täglich 9.00 bis
17.15 Uhr, November bis März täglich 10.00 bis 12.00 Uhr, 14.00
bis 16.00 Uhr. Im Dezember während des Weihnachtsmarktes 10.00 bis
16.45 Uhr. Bei Gottesdiensten keine Besichtigung. Kirchenführungen
April bis Oktober und Dezember 11.00 Uhr und 14.00 Uhr, sonst am Samstag
und Sonntag. Gottesdienste: sonntags 9.30 Uhr, im Sommerhalbjahr zusätzlich
7.30 Uhr.
Geschichte:
Die ev.-luth. Stadtpfarrkirche, eine gotische
Basilika, in drei Bauabschnitten erbaut (Ostchor 1311/22, Hauptschiff 1373-1436,
Westchor, über der Straße, 1450/71), wurde 1485 geweiht.
Präsentation:
Sie beherbergt wertvollste Kleinode fränkischer
Kunst. Ein ehemaliger Wallfahrtsaltar, der Heilig-Blut-Altar (1499-1505)
von Tilman Riemenschneider, wurde 1965 an den ursprünglichen Standort,
in die Heilig-Blut-Kapelle (Westempore), zurückversetzt. Für
den von dem Rothenburger Meister Erhard Harschner geschaffenen Schrein
fertigte Riemenschneider eine Abendmahlsszene von großer Aussagekraft.
In der Schreinmitte in einer Bergkristallkapsel des Reliquienkreuzes (um
1270) befindet sich die Heilig-Blut-Reliquie. Im Zwölfbotenaltar,
eine Stiftung des Rothenburger Bürgermeisters Heinrich Toppler (1388),
Altargemälde von Friedrich Herlin (Nördlingen) mit Darstellung
des Rothenburger Marktplatzes um 1466. Beachtenswert ist im südlichen
Seitenschiff auch der Ludwig-von-Toulouse-Altar mit Malereien von Jakob
Mühlholzer. Die Figur ein Frühwerk Tilman Riemenschneiders. Den
Marienaltar (Maria-Krönung) schuf ein unbekannter Meister, wahrscheinlich
aus der Riemenschneider-Schule (um 1520). Im Ostchor verdienen Beachtung
drei herrliche Glasgemälde in 17 m hohen Fenstern: links Marienleben
(um 1400), in der Mitte Leben und Leiden Christi mit Propheten (um 1350)
und rechts das Erlösungswerk Jesu in den Sakramenten (um 1400). Zur
Ausstattung der Kirche gehören eine Sakramentsnische mit einer Darstellung
der Dreieinigkeit (Gnadenasyl), Steinplastiken, Gemälde (Altarflügel
von Herlin), der Grabstein Heinrich Topplers (†1408) sowie die neue Rieger-Orgel
von 1968/69, über 5000 Pfeifen. Während der Sommermonate zweimal
wöchentlich Orgelkonzerte.
Programm im Internet:
www.kirchenmusik.rothenburg.de
Quellen: Stadtverwaltung
Rothenburg/Tauber; Prospekt.