Hohenlohe-Franken
Grabungsmuseum und Krypta

LANGENBURG- UNTERREGENBACH

74595 Langenburg-Unterregenbach, Am Bach 20, Telefon 0 79 05 / 3 32; 

Verkehrsamt Langenburg, 74595 Langenburg, Telefon 0 79 05 / 10 11.

Öffnungszeiten:

täglich 9.00 bis 11.30 Uhr, 14.00 bis 17.00 Uhr.

Führungen:

für Gruppen nach Voranmeldung.

Geschichte:

Früheste Grabungen 1880, jüngste ab 1960 haben manches erhellt, was als „Rätsel von Unterregenbach" angesprochen wird. Im späten 8., frühen 9. Jahrhundert bestanden ein Herrensitz mit Wirtschaftshof und kleiner Saalkirche (darin zwei kreuzförmige Vertiefungen, als Reliquiengräber gedeutet). Zwischen 980 und 1020 Stiftung einer dreischiffigen Kirche mit Hallenkrypta unter dem Ost-Querhaus. Stifterfamilie dieser „Großen Basilika" stammte wahrscheinlich aus dem schwäbischen Herzogshaus, denn Gisela schenkte als Kaiserin 1033 Teile von Regenbach als Erbbesitz aus zweiter Ehe mit Ernst I. von Schwaben an das Würzburger Stift. Befunde und altes Marktrecht deuten auf einen Wallfahrtsort. Um die Mitte des 15. Jahrhunderts vermutlich Profanierung der Krypta, die hinfort zunächst von der Ortsbevölkerung als Keller, nach 1550 als Keller des darübergebauten Pfarrhauses genutzt wurde; das Chorgewölbe zerstört, Chor durch Mauer bis 1976 verschlossen. Archäologisch nicht zu erhärten, daß „Große Basilika" Klosterkirche war, da Klausur- und Wirtschaftsgebäude fehlen, anzunehmen ein Stift. 
Mitte des 11. Jahrhunderts über der karolingischen Saalkirche Bau eines dreischiffigen Erweiterungsbaus, als „Kleine Basilika" bezeichnet und als Bischofskirche gedeutet. 
Nach Abwanderung der Herren aus dem Tal auf den „Langen Berg" (Gründung von Burg und Stadt Langenburg) wird die „Kleine Basilika" Pfarrkirche (Urkunde Walthers von Langenberg, 1226). Erhalten im Nord-Ost-Flügel eingebaute Patronatsherrenkapelle, jetzige Kirche aus dem 15. Jahrhundert. Herrensitz wandelte sich zum Bauernhof, zu dem sich bis ins 16. Jahrhundert 25 Köbler ansiedelten, noch ablesbar im Ortsensemble. 

Präsentation: 

Zu besichtigen die historischen Bauteile unter dem Fußboden des Kirchenschiffs der ev. Pfarrkirche St. Veit und die Krypta. Die Funde der langjährigen Grabungen sind seit 1980 in einer ständigen Ausstellung im ehemaligen Schulhaus zu sehen. 1996 erfolgte eine Neuordnung. Außer Grabungsplänen, Rekonstruktionszeichnungen und Schrifttafeln werden Fundstücke aus allen Lebensbereichen gezeigt, sowohl des Sakralbereichs als auch eines früh und hochmitttelalterlichen Wirtschaftshofes und einer befestigten Fliehburg.



In der Stadt Langenburg werden in dem im Carl-Julius-Weber-Haus eingerichteten
Natur-Heimatmuseum Exponate der einheimischen Tier- und Pflanzenwelt ausgestellt. Eine Besonderheit bildet dort eine historische Schusterwerkstatt.

Quellen:  Stadtverwaltung Langenburg; Prospekt.

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