Öffnungszeiten:
täglich 9.00 bis 11.30 Uhr, 14.00
bis 17.00 Uhr.
Führungen:
für Gruppen nach Voranmeldung.
Geschichte:
Früheste Grabungen 1880, jüngste
ab 1960 haben manches erhellt, was als „Rätsel von Unterregenbach"
angesprochen wird. Im späten 8., frühen 9. Jahrhundert bestanden
ein Herrensitz mit Wirtschaftshof und kleiner Saalkirche (darin zwei kreuzförmige
Vertiefungen, als Reliquiengräber gedeutet). Zwischen 980 und 1020
Stiftung einer dreischiffigen Kirche mit Hallenkrypta unter dem Ost-Querhaus.
Stifterfamilie dieser „Großen Basilika" stammte wahrscheinlich aus
dem schwäbischen Herzogshaus, denn Gisela schenkte als Kaiserin 1033
Teile von Regenbach als Erbbesitz aus zweiter Ehe mit Ernst I. von Schwaben
an das Würzburger Stift. Befunde und altes Marktrecht deuten auf einen
Wallfahrtsort. Um die Mitte des 15. Jahrhunderts vermutlich Profanierung
der Krypta, die hinfort zunächst von der Ortsbevölkerung als
Keller, nach 1550 als Keller des darübergebauten Pfarrhauses genutzt
wurde; das Chorgewölbe zerstört, Chor durch Mauer bis 1976 verschlossen.
Archäologisch nicht zu erhärten, daß „Große Basilika"
Klosterkirche war, da Klausur- und Wirtschaftsgebäude fehlen, anzunehmen
ein Stift.
Mitte des 11. Jahrhunderts über der
karolingischen Saalkirche Bau eines dreischiffigen Erweiterungsbaus, als
„Kleine Basilika" bezeichnet und als Bischofskirche gedeutet.
Nach Abwanderung der Herren aus dem Tal
auf den „Langen Berg" (Gründung von Burg und Stadt Langenburg) wird
die „Kleine Basilika" Pfarrkirche (Urkunde Walthers von Langenberg, 1226).
Erhalten im Nord-Ost-Flügel eingebaute Patronatsherrenkapelle, jetzige
Kirche aus dem 15. Jahrhundert. Herrensitz wandelte sich zum Bauernhof,
zu dem sich bis ins 16. Jahrhundert 25 Köbler ansiedelten, noch ablesbar
im Ortsensemble.
Präsentation:
Zu besichtigen die historischen Bauteile
unter dem Fußboden des Kirchenschiffs der ev. Pfarrkirche St. Veit
und die Krypta. Die Funde der langjährigen Grabungen sind seit 1980
in einer ständigen Ausstellung im ehemaligen Schulhaus zu sehen. 1996
erfolgte eine Neuordnung. Außer Grabungsplänen, Rekonstruktionszeichnungen
und Schrifttafeln werden Fundstücke aus allen Lebensbereichen gezeigt,
sowohl des Sakralbereichs als auch eines früh und hochmitttelalterlichen
Wirtschaftshofes und einer befestigten Fliehburg.
In der Stadt Langenburg werden in dem
im Carl-Julius-Weber-Haus eingerichteten
Natur-Heimatmuseum Exponate der
einheimischen Tier- und Pflanzenwelt ausgestellt. Eine Besonderheit bildet
dort eine historische Schusterwerkstatt.
Quellen: Stadtverwaltung
Langenburg; Prospekt.