Öffnungszeiten:
Geöffnet Mai bis September Mittwoch
bis Sonntag 11.00 bis 17.00 Uhr,
März bis April, Oktober bis Dezember
Mittwoch bis Sonntag 14.00 bis 17.00 Uhr.
Geschichte:
Träger des Museums ist
der Verein für Volkskunst und Volkskunde, der sich 1902 in Feuchtwangen
gründete, in der erklärten Absicht, heimatliche Schätze
und Zeugnisse der Volkskunst zu sammeln und der Nachwelt zu erhalten.
Die sofort einsetzende Sammeltätigkeit
des Vereins wurde durch den Erwerb umfangreicher Privatsammlungen ergänzt.
Sehr früh gelang der Ankauf bedeutender Einzelobjekte wie der prachtvollen
Rokokofeuerspritze aus Herrieden und des spätgotischen Sachsbacher
Altares.
Der Vereinsbestand konnte
1926 erstmals in einem historischen Bürgerhaus dauerhaft ausgestellt
werden.
Der Ausbau des Gartenareals
mit Flachsbrechhaus, Hammerschmiede, Pferdegöpel und einer Scheune
mit landwirtschaftlichem Gerät sowie ein zusätzlicher Erweiterungsbau
haben mittlerweile einen Museumskomplex mit 30 Räumen und fast 1700
m² Ausstellungsfläche entstehen lassen. 1978 bis 1983 erfolgte
eine Neuaufstellung.
Präsentation:
Schon kurz nach der Gründung
konnten einige der wertvollsten Einzelstücke, wie der spätgotische
Sachsbacher Altar und die prachtvolle Rokokofeuerspritze aus Herrieden,
erworben werden. Durch den Zugang geschlossener Sammlungen, wie der von
Lierhammer (Fayencen), Scheidemandel (Fayencen) und Sand (Trachten), wuchsen
die Bestände rasch an. Zunächst erwartet den Besucher eine Reihe
von zeittypisch ausgestatteten bürgerlichen Wohnräumen, die in
chronologischer Folge die Entwicklung vom Barock über Rokoko, Empire
und Biedermeier bis hin zum Jugendstil anschaulich machen. Zwei Bauernstuben
und die historische Küche vermitteln ein Bild vom Alltagsleben der
Landbevölkerung. In Spezialsammlungen werden Sakralkunst und Zeugnisse
der Volksfrömmigkeit, vor allem aber der fränkischen Volkskunst,
des Kunsthandwerks und Brauchtums vorgestellt. Von besonderem Reiz ist
die Abteilung "Kleid und Ausstattung im Lebenslauf", in der vom Säuglingszubehör
bis hin zum Aussteuergut und zum beladenen "Bräutelwagen" all das
zu finden ist, was den Menschen einst an persönlichen Dingen umgab.
Den Glanzpunkt aber setzt die Fayencensammlung mit weit über 600 Exponaten,
die die Entwicklung vom höfischen Geschirr bis hin zu Stücken
belegt, die sich auch Bürger und Bauern leisten konnten. Hinzu kommen
beachtliche Bestände an Zinn, Glas, Steinzeug, Steingut, Porzellan
und Irdenware. Unter den vielfältigen Zeugnissen von Handwerk und
Volkskunst befinden sich Feuerspritzen, Lederdruckstöcke, verzierte
Gebrauchsgegenstände aller Art, Backmodeln, Waffeleisen, Schützenscheiben,
Öfen und nicht zuletzt auch eine umfangreiche Sammlung fränkischer
Möbel des 17. bis 19. Jahrhunderts.
Quellen: Gemeindeverwaltung,
Prospekt.