Öffnungszeiten:
Die Öffnungszeiten der Wechselausstellungen
werden in der Presse und durch Aushänge bekannt gegeben. Sie können
auch telefonisch bei der Touristinformation Creglingen (07933 / 631)
erfragt werden.
Geschichte:
Die Badgasse 3 war seit 1618
für mehr als 200 Jahre der Lebensplatz einer jüdischen Familie.
Das alte Fachwerkhaus mußte im späten 19. Jahrhundert wegen
Baufälligkeit abgerissen werden. Das neue Haus wurde 1880 als Stallgebäude
und Getreide- und Mehlspeicher für eine örtliche Bäckerei
erbaut. Der letzte jüdische Besitzer war der Pferdehändler Hermann
Stern. Nach seinem gewaltsamen Tod im März 1933 und der folgenden
Vertreibung der jüdischen Familien durch das Nazi-Regime wurde das
Gebäude von einer Creglinger Bauernfamilie als Stall und Scheune genutzt.
1998 erfuhr der amerikanische Geschäftsmann Dr. Arthur Sinsheimer
Obermayer - ein Nachfahre der frühen jüdischen Besitzer - daß
das Haus zum Verkauf stand. Er entwickelte die Idee, an diesem Platz ein
jüdisches Museum einzurichten, das an die früheren jüdischen
Creglinger Bürger, an ihr Leben und an ihre gesellschaftlichen Beiträge
erinnern soll. Seine Initiative und großzügige finanzielle Zuwendung
ermöglichte die Gründung der Stiftung Jüdisches Museum Creglingen,
die das Haus gekauft und renoviert hat und das Jüdische Museum Creglingen
einrichten und betreiben wird.
Präsentation:
Das Jüdische Museum
Creglingen zeigt die Geschichte und das Leben der jüdischen Gemeinde
in Creglingen vom frühen 17. Jahrhundert bis zur Vertreibung in den
30er Jahren des 20. Jahrhunderts und die Lebenslinien der früheren
jüdischen Creglinger Familien und ihrer Nachfahren bis heute. Die
Dauerausstellung wurde 2004 eingerichtet. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden
regelmäßig themenbezogene Wechselausstellungen präsentiert.
Quellen: Stadtverwaltung
Creglingen; Prospekt.