Öffnungszeiten:
Geöffnet Sonntag 15.00 bis17.00 Uhr.
Führungen nach Absprache auch außerhalb
dieser Öffnungszeiten.
Geschichte:
Das Museum "Münsterschatz"
befindet sich im ersten Stock über der Sakristei am Münster St.
Johannes Baptist. Es ist durch die äußere Sakristeitür
gegenüber dem Eingang der Martinskapelle zu erreichen.
Die sogenannte Eck'sche
Kapelle wurde von Freiherr von Eck, Statthalter des Deutschen Ordens, im
Jahre 1607 errichtet und war als Grabkapelle gedacht.
Präsentation:
Das Altarbild in der Eck`schen
Kapelle zeigt Marquardt zu Eck mit der hl. Elisabeth als Herzogin und Patronin
des Deutschen Ordens mit der Stuppacher Kirche, die er ebenfalls erbauen
ließ. Zwei Gemälde von hohem künstlerischen Rang zeigen
die hl. Elisabeth und die hl. Klara von Assisi, Heilige des Deutschen Ordens.
Der Münsterschatz von
St. Johannes Baptist dokumentiert über 500 Jahre, von der Spätgotik
bis zur Gegenwart, liturgische Gefäße und Geräte. Auf dem
Gebiet der Gold- und Silberschmiedekunst birgt er mit Werken bedeutender
fränkischer und Augsburger Meister Objekte von höchstem künstlerischem
Rang.
Zu den herausragenden Stücken
zählt das 1482 datierte spätgotische Vortragekreuz. Es zeichnet
sich durch filigrane Goldschmiedearbeiten aus. Ein Meisterwerk spätgotischer
Goldschmiedekunst ist die Monstranz. Sie wurde 1509 von Claus Schmidt in
Würzburg angefertigt. Bei ihrer Ausführung war wohl ein Entwurf
des großen Bildhauers Tillmann Riemenschneider (um 1460-1531) leitend.
Eine Rarität und Kostbarkeit aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts
ist die Versehmonstranz. Auf dem runden Rückendeckel ist das Gastmahl
des Herodes mit der Enthauptung Johannes des Täufers eingraviert.
Bemerkenswert sind auch die Ostensorien (Schaugefäße für
Reliquien) der Rokokozeit, eines für einen Partikel vom Kreuz Christi
und eines, das von einer Nepomuk-Zunge in einem Strahlenkranz bekrönt
wird.
Quellen: Gemeindeverwaltung,
Prospekt.