Öffnungszeiten:
1. Mai bis Ende Oktober samstags, sonn-
und feiertags 9.30 bis 16.00 Uhr*; zusätzlich von Pfingsten bis Beginn
der Sommerferien in Baden-Württemberg mittwochs 14.00 bis 16.00 Uhr
(*17.00 Uhr = jeweils letzte Ausfahrt)
Geschichte:
Bis ins Jahr 1815 reichen
die Wurzeln der Salzgewinnung am Standort Kochendorf bzw. Jagstfeld. Mit
dem ersten festen Steinsalzfund in Mitteleuropa begann die Geschichte des
Salzes und damit eines der, wenn nicht gar des ältesten Industriebetriebes
im heutigen Bad Friedrichshall. Von 1821 bis 1969 wurde in der Saline Friedrichshall
in Jagstfeld Siedesalz erzeugt. Diese Anlage wurde Ende 60er Jahre durch
eine neue Vakuum-Verdampferanlage in Kochendorf ersetzt, die 1995 tiefgreifend
modernisiert und erweitert wurde. Diese Saline befindet sich heute im Besitz
der Südsalz GmbH mit Sitz in München und Bad Friedrichshall.
Verarbeitet wird Steinsalz aus dem Bergwerk Heilbronn.
Ein 1859 in Jagstfeld niedergebrachtes
Bergwerk ging 1895 durch den Bruch einiger Salzpfeiler verloren. Daraufhin
wurde 1899 das Bergwerk Kochendorf mit dem Schacht König Wilhelm II.
in Betrieb genommen, dessen hundertjähriges Bestehen im Jahre 1999
festlich begangen wurde.
Im Jahre 1994 wurde die
Salzgewinnung aus dem Kochendorfer Bergwerk eingestellt. Jetzt werden dort
nicht mehr genutzte Kammern mit geeigneten Versatzbaustoffen aufgefüllt.
Damit wird sichergestellt, daß nach Verlassen des Bergwerkes keine
unkontrollierten Gebirgsbewegungen an der Oberfläche stattfinden können.
Präsentation:
Eine ganz besondere Attraktion
sind seit vielen Jahren die Schachteinfahrten. Der schachtnahe Teil des
Kochendorfer Bergwerks ist als Besucherstrecke eingerichtet. Ca. 1,4 km
lang ist der denkmalgeschützte Rundgang. Dort informieren sich jährlich
über 70.000 Menschen über das Salz. Höhepunkt und Abschluß
eines solchen Ausflugs in die Erdgeschichte ist ein prachtvoller, domartiger
Kuppelsaal, in dem seit 1996 in loser Folge in der Reihe „Musik im Bergwerk"
Konzerte stattfinden.
Auf dem Kochendorfer Werksgelände
befinden sich neben dem Schacht König Wilhelm II. auch die Bergschänke,
in der seit jeher vor allem die Betriebsangehörigen verpflegt werden;
aber auch die Besucher der Schachteinfahrten wissen das dortige Angebot
zu schätzen.
Quellen: Stadtverwaltung
Bad Friedrichshall; Prospekt.