Öffnungszeiten:
Geöffnet April bis Oktober Freitag,
Samstag, Sonntag 13.00 bis 17.00 Uhr und nach Vereinbarung.
Geschichte:
Erhalten blieb am Rande der
Altstadt Aubs der geschlossene Baukomplex eines fränkischen Landspitals,
das auf eine mehr als 600jährige Geschichte zurückblicken kann.
Es besteht aus einem gotischen Kernbau, dem echterzeitlicher Pfründnerbau
und der neugotischen Spitalkirche.
Der fränkische Adelige
Gottfried II. von Hohenlohe-Brauneck stiftete unter dem Eindruck der Großen
Pest 1355 an der nahen Heerstraße ein Spital für Arme, Bedürftige
und Pilger. Teile des Spitals baute Balthasar Neumann. Das Spital der Stadt
Aub bestand bis 1975 als Altenheim fort.
Präsentation:
Das Spital präsentiert
sich auf mehr als 500 qm Ausstellungsfläche und einem ausgedehnten
Hofareal als ein wichtiger Ort vergangener Lebenswelten. Anhand der
Abfolge der Sieben Werke der Barmherzigkeit (Hungrige speisen, Durstigen
zu trinken geben, Nackte bekleiden, Fremde beherbergen, Kranke besuchen,
Gefangene erlösen, Tote begraben) werden Themen wie Ernährung,
Krankenfürsorge,
Stifterwesen, Alltag und
Festtag, Wallfahrts- und Pilgerwesen, Gebet, Musik und Ordnung, Kirchenschatz
und Baukunst, Grundherrschaft und Ökonomie behandelt. Dazu tritt die
Wechselbeziehung zwischen Spital, Stadt und Region bei Ausführungen
zu Stadtherrschaft, Reichsstraße, Armenfürsorge sowie katholischer,
protestantischer und jüdischer Gemeinde Aub. Die vielschichtige Baugeschichte
von gotischem Kernbau,
neuzeitlichem Pfründnerbau
und neugotischer Spitalkirche erläutern während des Rundgangs
speziell gekennzeichnete Thementafeln.
Quellen: Stadtverwaltung,
Prospekt.