Öffnungszeiten:
Geöffnet Oktober bis April täglich
außer Montag 10.00 bis 17.00 Uhr,
Mai bis September täglich 10.00 bis
17.00 Uhr.
Führungen für
Gruppen ab 10 Personen nach Vereinbarung.
Hinweis für Rollstuhlfahrer:
Nur das Hauptgebäude ist barrierefrei!
Geschichte:
Ansbach, die Regierungshauptstadt
von Mittelfranken, wurde in der Mitte des 8. Jahrhunderts gegründet
und befand sich in staufischer Zeit auf dem Weg zur Reichsstadt, gelangte
aber 1331 an die Hohenzollern, die es seit dem 15. Jahrhundert zur Residenz
ausbauten. Die Umformungen zur barocken Residenzstadt mit Markgrafenschloß
und Hofkirche prägen bis heute das Stadtbild.
Das Markgrafenmuseum entstand
1932 aus der Vereinigung der vorher getrennt ausgestellten Sammlungen des
Historischen Vereins für Mittelfranken und der Stadt Ansbach (bis
1983 "Kreis- und Stadtmuseum"). Der Historische Verein hatte sofort nach
seiner Gründung 1830, die Stadt um 1850 zu sammeln begonnen. Schwerpunkte
sind seit damals Geschichte und Kultur der Stadt und des ehemaligen Fürstentums
Brandenburg-Ansbach. Seit 1961 befindet sich das Museum im Schnizleinshof,
einem Gebäudekomplex aus dem 15. bis 18. Jahrhundert mit Treppenturm
und reizvollem Hof an der Stadtmauer.
Im Erdgeschoss des Hauptgebäudes
ist die Kaspar-Hauser-Abteilung zu besichtigen, in den Obergeschossen die
Sammlungen zur Markgrafenzeit. Dieser Teil des Museums wurde im Jahr 2000
komplett renoviert und neu gestaltet.
Das benachbarte zweite Museumsgebäude
mit Bausubstanz des 14. bis 18. Jahrhunderts gehört seit 1984 zum
Museum und ist über die Stadtmauer angebunden.
Präsentation:
Aufbereitet nach modernsten
museumspädagogischen Aspekten, zum Teil auch inszeniert, wird die
Geschichte der Stadt und des Fürstentums Ansbach im Markgrafenmuseum
zum Erlebnis.
1998 konnte hier die neugestaltete
Kaspar-Hauser-Abteilung eröffnet werden. Sie ist dem Leben und Schicksal
des als "Kind von Europa" bekannt gewordenen rätselhaften Findlings
gewidmet. In den Obergeschossen wird die Zeit als Hohenzollernresidenz
vom späten Mittelalter bis zum Ende des 18. Jahrhunderts in einem
chronologischen Rundgang dargestellt. Schwerpunkte sind Ansbacher Fayence
und Porzellan, höfische Jagd und Werke der Hofmaler. Den Abschluß
bildet die preußische Epoche von 1792 bis 1806 mit der Statthalterschaft
Hardenbergs.
Nach Renovierungsarbeiten
enthält das Nachbargebäude die Abteilungen Naturgeschichte, Vor-
und Frühgeschichte und "Ansbach im Königreich Bayern" . Dort
finden auch berühmte Ansbacher des 19. Jahrhunderts ihren Platz: der
Dichter August Graf v. Platen, der Optiker Johann Georg Oberhäuser
und der Bildhauer Ernst v. Bandel.
Quellen: Stadtverwaltung,
Prospekt.